Pelzfabrik Kailis, Zwangsarbeitslager in Vilnius, Litauen.
Das Kailis-Lager war eine Fabrikanlage in Vilnius, in der Gefangene während der deutschen Besatzung Kleidung und Pelze für das Militär herstellten. Die Werkstätten waren in spezialisierte Abteilungen unterteilt, in denen unterschiedliche Handwerkstätigkeiten wie Schneiderei, Pelzverarbeitung und Lederbearbeitung stattfanden.
Das Lager wurde 1941 gegründet und beherbergte etwa 1.500 jüdische Arbeiter bis zu seiner Auflösung 1944 während der deutschen Besatzung Litauens. Es war Teil des Besatzungssystems, in dem Gefangene zur Rüstungsproduktion für das Deutsche Reich gezwungen wurden.
Die Insassen richteten Bildungsprogramme ein, unterhielten eine Bibliothek und organisierten sportliche Aktivitäten innerhalb des Lagers.
Der Ort befindet sich in der Stadt und ist heute ein Gedenkort, der Besuchern Einblick in die Bedingungen während der Besatzung gibt. Es ist empfehlenswert, vor dem Besuch Informationen zu sammeln, um die historischen Zusammenhänge besser zu verstehen.
Das Lager unterschied sich von anderen Einrichtungen durch spezielle Schutzmaßnahmen für bestimmte Arbeiter, die ihnen zeitweise Sicherheit vor weiteren Deportationen boten. Diese relative Sicherheit machte den Ort für viele zu einem Ort mit erheblich besseren Überlebenschancen.
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