Oosterscheldekering, Sturmflutwehr in Zeeland, Niederlande
Die Oosterscheldekering ist eine Sturmflutschutzanlage, die sich über etwa 9 Kilometer zwischen zwei Inseln erstreckt und aus großen stählernen Gittern besteht, die von massiven Betonsäulen getragen werden. Die Tore bleiben in normalen Zeiten geöffnet, schließen sich aber automatisch, wenn der Wasserstand zu hoch wird und eine Gefahr droht.
Das Bauwerk entstand nach der verheerenden Flutkatastrophe von 1953, um die Niederlande vor Sturmfluten besser zu schützen. Der Bau dauerte von 1976 bis 1986 und war eines der technisch anspruchsvollsten Projekte seiner Zeit.
Die Oosterscheldekering ist für viele Menschen in der Region ein Symbol der niederländischen Fähigkeit, sich gegen Naturgewalten zu behaupten. Besucher können von Aussichtspunkten aus beobachten, wie das Bauwerk die Balance zwischen Schutz und dem Erhalt des natürlichen Gezeitenrhythmus wahrt.
Der beste Platz zum Anschauen ist das Besucherzentrum auf der künstlich erschaffenen Insel Neeltje-Jans, wo es auch Ausstellungen über die Konstruktion gibt. Man sollte gutes Schuhwerk mitbringen, da es rund um das Gelände viel zu sehen gibt und die Wege länger sind als erwartet.
Das Besondere ist, dass die Anlage während ruhiger Zeiten vollständig geöffnet bleibt und das Wasser frei strömen kann, was dem natürlichen Gezeitenrhythmus entspricht. Dies ist ein Kompromiss zwischen Sicherheit und dem Schutz des Meeresökosystems, ein Ansatz der international große Aufmerksamkeit erhielt.
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