Centraal Israëlitisch Weeshuis, Kommunales Denkmal in Nieuwegracht 92, Utrecht, Niederlande
Das Centraal Israëlitisch Weeshuis ist ein zweistöckiges Backsteingebäude an der Nieuwegracht in Utrecht, das ursprünglich als jüdisches Waisenhaus erbaut wurde. Der Vordertrakt beherbergt heute das Heilsarmeekorps, während der hintere Teil mit der Synagoge im Erdgeschoss der Liberalen Jüdischen Stiftung Merkaz gehört.
Das Waisenhaus wurde 1871 gegründet und bot Kindern ab sechs Jahren Unterkunft und Ausbildung bis zu ihrem 21. Lebensjahr. Während des Zweiten Weltkriegs bot das Gebäude Zuflucht für etwa 50 ständige Bewohner und 30 deutsche Flüchtlingskinder, die nach der Kristallnacht geflohen waren.
Das Gebäude trägt den Namen eines jüdischen Waisenhauses und spiegelt die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Utrecht wider. Die Räume erzählen von einer Gemeinschaft, die sich um verlassene Kinder kümmerte und ihnen ein Zuhause gab.
Das Gebäude kann von außen besichtigt werden und die Stolpersteine auf dem Pflaster davor sind leicht zu sehen. Um die Synagoge oder die inneren Räume zu besuchen, ist es ratsam, vorher Informationen über Öffnungszeiten oder Besuchsbedingungen einzuholen.
Auf dem Gehweg vor dem Gebäude sind fünf Stolpersteine eingraviert, die an Bewohner des Waisenhauses erinnern, die 1942 in Konzentrationslager deportiert wurden. Diese kleinen Messingplatten erzählen die persönlichen Geschichten derjenigen, die in diesem Ort lebten.
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