Dolhuys, Museum für psychische Gesundheit in Haarlem, Niederlande
Das Dolhuys ist ein Museum in Haarlem, das der Geschichte der psychiatrischen Versorgung gewidmet ist und in einem historischen Gebäude untergebracht ist, das einst selbst als Anstalt diente. Es zeigt originale Isolierzellen, medizinische Instrumente aus verschiedenen Epochen und Gegenstände aus mehreren psychiatrischen Einrichtungen der Niederlande.
Das Gebäude entstand 1320 als Leprosenhaus und wurde 1559 in eine psychiatrische Einrichtung umgewandelt, als die Lepra in den Niederlanden zurückging. Dieser Wandel spiegelt wider, wie sich medizinische Einrichtungen im Laufe der Jahrhunderte an neue gesellschaftliche Bedürfnisse angepasst haben.
Das Dolhuys zeigt Kunstwerke, die von Menschen geschaffen wurden, die selbst psychiatrische Behandlungen erlebt haben, und gibt diesen Erfahrungen einen sichtbaren Ausdruck. Die Werke hängen neben medizinischen Gegenständen, sodass persönliche Geschichte und klinische Praxis nebeneinander sichtbar werden.
Die Informationen vor Ort sind hauptsächlich auf Niederländisch, aber an der Rezeption sind Übersetzungen auf Englisch, Deutsch und Französisch erhältlich. Ein Besuch lohnt sich in Ruhe, da die Ausstellungen viele Details enthalten, die Zeit zum Lesen und Betrachten erfordern.
Im Jahr 1413 erhielt die Einrichtung die besondere Erlaubnis, Leprakranke aus benachbarten Provinzen zu untersuchen und ihnen offizielle Bescheinigungen auszustellen. Diese Dokumente ermöglichten es den Untersuchten, in anderen Städten um finanzielle Unterstützung zu bitten, was einer frühen Form sozialer Fürsorge entspricht.
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