Femundsee, Bifurkationssee in der Gemeinde Engerdal, Norwegen.
Femund ist ein großer See in Norwegen, der sich über die Gemeinden Engerdal, Os und Røros erstreckt und zu den tiefsten Seen des Landes zählt. Er ist ein sogenannter Bifurkationssee, was bedeutet, dass sein Wasser in zwei verschiedene Flusssysteme abfließt, nämlich sowohl in Richtung Norwegen als auch in Richtung Schweden.
Femund spielte im 17. und 18. Jahrhundert eine wichtige Rolle, als die Grenze zwischen Norwegen und Schweden festgelegt wurde, da das Wasser und das umliegende Land als natürliche Orientierungspunkte dienten. Die Region gehörte lange Zeit zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Skandinaviens und war vor allem für Bergbau und Forstwirtschaft bekannt.
Der See liegt im Herzen des Femundsmarka-Nationalparks, und die Landschaft um ihn herum wird seit Langem von den Sami genutzt, deren Rentierherden auch heute noch durch das Gebiet ziehen. An den Ufern finden sich vereinzelte Hütten und kleine Siedlungen, die zeigen, wie eng das Leben hier mit dem Wasser verbunden ist.
Der Zugang zum See ist in den Sommermonaten am einfachsten, wenn viele Wege und Anlegestellen nutzbar sind, während im Winter Schnee und Eis die Fortbewegung erschweren können. Wer das Gebiet erkunden möchte, sollte bedenken, dass die Infrastruktur dünn ist und größere Strecken zwischen Zugangspunkten liegen können.
Femund gehört zu den sehr wenigen Seen der Welt, dessen Wasser in zwei verschiedene Einzugsgebiete und damit in zwei verschiedene Meere abfließt. Dies bedeutet, dass ein Regentropfen, der in den See fällt, entweder in die Nordsee oder in die Ostsee gelangen kann, je nachdem, welchen Weg das Wasser nimmt.
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