Alexander L. Kielland, Ölplattform in der Nordsee, Norwegen.
Das Alexander L. Kielland war eine Bohrplattform und schwimmendes Hotel in der Nordsee, das 386 Arbeiter unterbringen konnte. Sie diente als Explorations- und Wohneinheit für Mitarbeiter von Phillips Petroleum in der Ölförderungsregion Ekofisk.
Die Plattform wurde in den 1970er Jahren als Reaktion auf den schnell wachsenden Bedarf der Ölindustrie erbaut und begann 1978 mit ihrem Betrieb. Sie erlitt 1980 einen strukturellen Zusammenbruch, der zum größten Offshore-Unglück Norwegens führte.
Das Explorationsschiff trug den Namen Alexander Lange Kielland und folgte damit Norwegens Tradition, Schiffe zu Ehren bekannter Schriftsteller zu benennen. Die Namenswahl spiegelt wider, wie das Land seine Kulturgeschichte in technischen Strukturen lebendig hält.
Das Gerät befand sich etwa 320 Kilometer östlich von Dundee, Schottland, auf hoher See und war nur per Hubschrauber oder Schiff zu erreichen. Die Arbeit auf dieser Struktur war anspruchsvoll wegen der rauen Meeresbedingungen und der isolierten Lage.
Nach der Katastrophe wurden Wrackteile der Plattform zur Analyse geborgen und später dauerhaft in einem norwegischen Fjord versenkt. Dieser Abschluss ermöglichte es Ingenieuren, aus dem Unglück zu lernen und Sicherheitsstandards für zukünftige Offshore-Operationen zu verbessern.
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