Kraftwerk Glomfjord, Denkmalgeschütztes Wasserkraftwerk in Glomfjord, Norwegen
Das Glomfjord-Kraftwerk ist ein Wasserkraftwerk mit einer Struktur aus roten Backsteinen und Granit, das etwa 103 Meter lang ist und sich an der Kante des Navervatn-Stausees bei rund 465 Metern Hoehe befindet. Der Komplex umfasst sechs Pelton-Turbinen, von denen derzeit drei mit Generatoren betrieben werden, um Wasser von oben zu nutzen und Strom zu erzeugen.
Das Kraftwerk nahm 1920 seinen Betrieb auf und war von Anfang an darauf ausgerichtet, Wasser aus den Bergen in Strom umzuwandeln. Eine zusaetzliche Turbine folgte bald darauf, um mit dem wachsenden Strombedarf der Region Schritt zu halten.
Das Kraftwerk zeigt eine Mischung aus funktionellem Design und handwerklicher Detailauffuehrung, mit grossen boegen Fenstern, die Licht in die Maschinenhalle bringen. Die Backsteinbauten und Granitstrukturen wirken in dieser Landschaft wie ein Zeugnis dafuer, wie Ingenieure damals Industrie und Natur verbunden haben.
Besucher sollten beachten, dass es sich um ein funktionierendes Industriewerk handelt und daher nur bestimmte Bereiche zugaenglich sind. Die beste Zeit zum Besuch ist waehrend der Sommermonate, wenn das Wetter stabiler ist und die Anfahrt über die Bergstrasse leichter wird.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Kraftwerk zum Ziel eines alliierten Kommandoüberfalls, der die Rohre und Turbinen beschaedigte und Deutschlands Plaene für Aluminiumproduktion in der Gegend durchkreuzte. Dieses Ereignis ist heute noch ein Teil der lokalen Geschichte, auch wenn von der physischen Zerstoerung nichts mehr zu sehen ist.
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