Jelenia Góra, Verwaltungszentrum in Niederschlesien, Polen
Jelenia Góra ist ein administratives Zentrum in der Woiwodschaft Niederschlesien im Südwesten Polens, das sich im Tal zwischen zwei Gebirgszügen erstreckt. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 352 Metern und verbindet eine planmäßig angelegte Altstadt mit modernen Vierteln am Rand des Tals.
Die Siedlung erhielt 1288 unter polnischer Herrschaft Stadtrechte und entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Knotenpunkt für den Fernhandel zwischen Mitteleuropa und dem Osten. Später prägten wechselnde Herrschaftsverhältnisse die bauliche Gestalt, besonders nach dem Dreißigjährigen Krieg und im 19. Jahrhundert.
Der zentrale Marktplatz zeigt Gebäude mit unterschiedlichen Fassaden, die von bürgerlichem Wohlstand zeugen, während Arkaden entlang der Platzränder heute Cafés und kleine Geschäfte beherbergen. Besucher sehen hier barocke Giebel und Portale, die den Einfluss schlesischer Baumeister aus der frühen Neuzeit dokumentieren.
Die Stadt ist per Bahn direkt mit Breslau verbunden und dient als Ausgangspunkt für Ausflüge in den Riesengebirge-Nationalpark zu jeder Jahreszeit. Wer in die Berge aufbrechen will, findet hier Unterkünfte und Informationsstellen vor der Fahrt ins Gebirge.
Archäologische Ausgrabungen haben Friedhöfe der Lausitzer Kultur freigelegt, die eine dauerhafte Besiedlung dieser Gegend seit der späten Bronzezeit belegen. Diese Fundstellen liegen heute unter modernen Straßen und Gebäuden verborgen.
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