Nowy Dwór Gdański, Stadt in Polen
Nowy Dwór Gdański ist eine kleine Stadt in der Region Pommern an der Flussbiegung der Tugi, umgeben von flachen, entwässerten Sumpflandschaften. Die Stadt hat traditionelle polnische Architektur mit Kopfsteinpflasterstraßen, alten Steingebäuden und Leuchttürmen wie dem Wasserturm aus dem frühen 20. Jahrhundert sowie einer Zugbrücke von 1936, die das Stadtbild prägt.
Die Stadt entwickelte sich ab dem 16. Jahrhundert, als Michael Loitz einen Herrensitz über der Tugi gründete und Mennoniten anlockte, um die Sümpfe trocken zu legen und landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt als Teil Preußens wirtschaftlichen Aufschwung mit Brauereien, Textilfabriken und der Herstellung von Machandel-Schnaps, bevor sie 1939 unter deutschen Besatz kam und 1945 zu Polen zurückkehrte.
Der Name des Ortes bezieht sich auf die Mennoniten, die ab dem 16. Jahrhundert hierher kamen und die Sumpfländer trockenlegten, was das Stadtbild und die lokale Gemeinschaft prägte. Heute können Besucher die schlichten Friedhöfe mit ihren Grabsteinen sehen und verstehen, wie diese Siedler das Leben in dieser Region über Jahrhunderte hinweg gestalteten.
Die Stadt ist leicht mit der Bundesstraße Nr. 7 zu erreichen, die Danzig mit Krakau verbindet, und liegt auch auf der Route der Żuławska-Bahn, die besonders im Sommer für Ausflüge durch die Weichselniederung interessant ist. Besucher sollten beachten, dass es windig sein kann, besonders in der Nähe des Flusses, und die Stadt ist leicht zu Fuß zu erkunden, wobei die Wege zum Ufer hinführen.
Das Żuławski Park Historyczny befindet sich in einem ehemaligen Molkereibet und beherbergt Polens größte Sammlung über Mennoniten, mit alten Flaschen und Teilen einer Windmühle, die die Handwerksgeschichte der Region zeigen. Dieses Museum ist ein seltenes Dokument darüber, wie eine spezifische Bevölkerungsgruppe über Jahrhunderte ein ganzes Gebiet prägte.
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