Czermna, Wohnviertel mit religiösem Denkmal in Kudowa-Zdrój, Polen
Czermna ist ein Wohnviertel in Kudowa-Zdrój, im Südwesten Polens, nahe der tschechischen Grenze. Es ist vor allem für die sogenannte Schädelkapelle bekannt, ein kleines Gotteshaus, dessen Wände und unterirdische Räume mit menschlichen Überresten ausgestaltet sind.
Die Kapelle wurde Ende des 18. Jahrhunderts von einem tschechischen Priester errichtet, der die Überreste von Kriegs- und Seuchentoten sammelte und würdevoll aufbewahrte. Im Laufe mehrerer Jahrzehnte wuchs die Sammlung der Gebeine stetig an und formte so den Ort, wie er heute zu sehen ist.
Die Kapelle ist unter dem Namen Schädelkapelle bekannt und zieht Besucher an, die mehr über den Umgang mit dem Tod in der Region erfahren möchten. Die Knochen wurden nicht versteckt, sondern bewusst zur Schau gestellt, als eine Art sichtbare Erinnerung an vergangene Generationen.
Die Kapelle liegt mitten im Wohnviertel und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Es empfiehlt sich, ruhige und gedeckte Kleidung zu tragen, da es sich um einen Ort handelt, der von vielen als sakral empfunden wird.
Der Priester, der die Kapelle bauen ließ, ordnete an, dass seine eigenen sterblichen Überreste nach seinem Tod an ihrem Mittelpunkt aufbewahrt werden sollten, zusammen mit denen seiner engsten Mitarbeiter. So ist der Erbauer selbst Teil des Ensembles geworden, das er geschaffen hat.
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