Gruba Kaśka, Wasserbrunnen an der Weichsel, Warschau, Polen
Gruba Kaśka ist ein zylindrischer Wassereinlass in der Weichsel bei Warschau, der durch elf Rohre unter dem Flussbett Wasser sammelt. Diese Rohre liegen zwischen 4 und 8 Metern unter der Sohle und nutzen den sandigen Grund des Flusses als natürlichen Filter.
Die Anlage nahm am 22. September 1964 ihren Betrieb auf und führte eine neue Methode der Wassergewinnung ein, die frühere Filtrationssysteme an Land ersetzte. Der Standort im Fluss erlaubte eine direktere Nutzung des Weichselwassers mit einfacherer technischer Infrastruktur.
Der Name des Bauwerks verweist auf eine Warschauer Tradition, technische Anlagen mit volkstümlichen Spitznamen zu versehen. Das Zusammenspiel mit den Wartungsschiffen, die nach einem männlichen Pendant benannt wurden, bildet eine Art Figurenpaar im kollektiven Gedächtnis der Stadt.
Das Bauwerk ist vom Ufer aus sichtbar, liegt aber mitten im Fluss und kann nicht betreten werden. Wartungsarbeiten durch spezialisierte Schiffe finden regelmäßig statt, um die Funktion des Systems aufrechtzuerhalten.
Zwei Arbeitsschiffe mit den Namen Chudy Wojtek II und III reinigen regelmäßig das Flussbett rund um das Einlaufbauwerk. Ihre Namen bilden ein Gegenstück zum Spitznamen des Einlasses und vervollständigen das volkstümliche Figurenpaar in der Warschauer Wasserversorgung.
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