Chotyniec, Ländliches Dorf in Karpatenvorland, Polen
Chotyniec ist ein kleines Dorf in der Woiwodschaft Karpatenvorland im Südosten Polens, nahe der Grenze zur Ukraine. Das Dorf ist vor allem für seine hölzerne griechisch-katholische Kirche bekannt, die auf einem leicht erhöhten Platz inmitten des Ortes steht.
Die Kirche wurde im Jahr 1617 gegründet und im 18. Jahrhundert grundlegend umgebaut, wobei sie ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt. Im 20. Jahrhundert stand das Gebäude mehrmals leer, wurde aber nach und nach wieder instand gesetzt.
Die griechisch-katholische Kirche in Chotyniec gehört zur Gruppe der lemkischen Tserkvas und zeigt einen charakteristischen dreikuppligen Aufbau aus Holz. Im Inneren befindet sich eine vollständige Ikonostase mit alten Heiligenbildern, die die ostchristliche Frömmigkeit dieser Grenzgegend widerspiegeln.
Das Dorf ist von der nahe gelegenen Stadt Radymno aus am einfachsten zu erreichen, und ein eigenes Fahrzeug ist auf diesen Landstraßen von Vorteil. Da es in der Gegend kaum Gastronomie oder Unterkünfte gibt, empfiehlt es sich, die Grundversorgung vorab zu planen.
Die Kirche in Chotyniec wurde 2013 gemeinsam mit anderen hölzernen Tserkvas in der Karpatenregion in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, was für ein so kleines Dorf ungewöhnlich ist. Das Gebäude gehört dabei zu einer grenzüberschreitenden Stätte, die Polen und die Ukraine verbindet.
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