Burg Bydlin, Mittelalterliche Burgruine am Adlerhorst-Weg, Bydlin, Polen.
Bydlin Castle ist eine Burgruine aus Kalkstein in der Ortschaft Bydlin im südlichen Polen, bestehend aus einem rechteckigen Turmhaus mit dicken Mauern und Überresten von Befestigungsanlagen. Die Ruine liegt auf einem Hügel und ist Teil des sogenannten Adlernest-Weges, einer Route, die Wanderer und Radfahrer durch die Landschaft der Krakau-Tschenstochauer Hochebene führt.
Das Schloss wurde im späten 14. Jahrhundert von Niemierza aus der Familie Strzała als Wohnfestung errichtet. Im Jahr 1655 wurde es während des schwedischen Einmarsches in Polen, bekannt als die Sintflut, zerstört und seitdem nicht wieder aufgebaut.
Im späten 16. Jahrhundert ließ der damalige Besitzer Mikołaj Firlej die Burg in eine Kirche des Heiligen Kreuzes umwandeln, was einen ungewöhnlichen Wandel von einer Wehranlage zu einem Sakralbau darstellt. Heute kann man beim Besuch noch die massiven Steinmauern sehen, die von dieser besonderen Geschichte zeugen.
Die Ruine ist über den Adlernest-Weg erreichbar, der sowohl Wanderer als auch Radfahrer anzieht und gut ausgeschildert ist. Der Aufstieg zum Hügel ist moderat und bietet von oben einen freien Blick über die umliegende Hochebene.
Im Gelände rund um die Burg sind Schützengräben aus dem Ersten Weltkrieg erhalten geblieben, wo im November 1914 Kämpfe stattfanden. Diese Überreste liegen direkt neben den mittelalterlichen Mauern, sodass der Ort Spuren aus zwei völlig verschiedenen Epochen trägt.
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