Białowieża-Nationalpark, Nationalpark in der Woiwodschaft Podlachien, Polen
Der Białowieża-Nationalpark ist ein geschütztes Waldgebiet in der Woiwodschaft Podlachien an der Grenze zu Belarus, das zu einem grenzübergreifenden UNESCO-Welterbe gehört. Das polnische Schutzgebiet umfasst mehr als 10.000 Hektar mit mehrstöckigem Laubmischwald, in dem Eichen, Fichten und Hainbuchen neben umgestürzten Baumstämmen wachsen, die auf dem Waldboden verrotten.
Das Gebiet wurde 1921 als Forstschutzgebiet ausgewiesen und erhielt 1932 den Status eines Nationalparks, nachdem polnische Behörden die letzten Reste eines uralten Waldes gesichert hatten. Die UNESCO erkannte das Gebiet 1979 als Welterbe an und erweiterte die Anerkennung später auf beide Seiten der Grenze.
Der Name stammt vom nahen Dorf Białowieża, das übersetzt weißer Turm bedeutet und auf einen alten Grenzposten hinweist. Besucher begegnen heute einer Waldlandschaft, die seit Jahrhunderten die Vorstellungskraft von Dichtern und Naturforschern aus ganz Europa angeregt hat.
Der Zutritt zu den am strengsten geschützten Zonen ist nur mit Führung in Gruppen von höchstens 20 Personen gestattet, die auf markierten Wegen bleiben müssen. Wanderer können in anderen Bereichen frei unterwegs sein, sollten aber bedenken, dass der Boden oft uneben ist und dichtes Unterholz die Sicht einschränken kann.
Die Wälder beherbergen die größte freilebende Population europäischer Bisons, die nach jahrzehntelanger Zuchtarbeit wieder angesiedelt wurden. Über 8.000 Arten wirbelloser Tiere leben hier, darunter Käfer, die sich ausschließlich von verrottendem Totholz ernähren.
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