Bursa Jerozolimska w Krakowie, Mittelalterliches Studentenwohnheim in der Gołębia-Straße, Krakau, Polen.
Das Jerozolimska-Studentenwohnheim war ein mittelalterliches Gebäude in der Gołębia-Straße mit einer Steinmauer- und Ziegelfassade. Im Inneren umgab ein Kreuzgang einen Hof, in dem sich Küche, Gemeinschaftsraum und Bibliothek befanden.
Kardinal Zbigniew Oleśnicki gründete das Wohnheim 1453, nachdem er seine geplante Pilgerfahrt nach Jerusalem aufgeben musste. Das Gebäude wurde 1841 durch einen Brand zerstört und später niedergerissen, um Platz für das Collegium Novum zu schaffen.
Der Name des Gebäudes bezieht sich auf Kardinal Oleśnickis unvollendete Jerusalemreise, die er durch diese Stiftung ersetzt wollte. Die Studierenden teilten hier ein gemeinschaftliches Leben, das ihre Verbundenheit zur Universität Krakau vertiefte.
Das Wohnheim befand sich in der Gołębia-Straße und war Teil der Universität Krakau im historischen Stadtzentrum. Besucher können heute nur Spuren und Überreste an diesem Ort beobachten, da das Gebäude nicht mehr existiert.
Eine Gründungstafel mit den Namen des Kardinals überlebte die Zerstörung des Gebäudes, und eine Kopie davon ist heute im Hof des Collegium Maius zu sehen. Das Original wird im Universitätsmuseum aufbewahrt und gewährt Einblick in die frühe Geschichte der Krakauer akademischen Gemeinschaft.
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