Transatlantycka Centrala Radiotelegraficzna, Radiotelegrafische Station in Stare Babice, Polen.
Die Transatlantycka Centrala Radiotelegraficzna war eine Funksendeanlage mit zehn Stahlmasten in Stare Babice. Die Masten standen über eine Strecke von etwa 3,6 Kilometern verteilt und bildeten die Infrastruktur für den Funkverkehr zwischen Polen und dem amerikanischen Kontinent.
Die Anlage wurde 1923 mit Unterstützung der Vereinigten Staaten eröffnet und war das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen der polnischen Regierung und amerikanischen Funkfachleuten. Sie ermöglichte erstmals direkte Verbindungen nach Übersee und trug zur Modernisierung des polnischen Nachrichtenwesens bei.
Die Anlage war für Polen ein Zeichen der Eigenständigkeit im internationalen Funkverkehr nach dem Ersten Weltkrieg. Heute können Besucher diese historische Bedeutung an den verbliebenen Fundamenten der Masten nachvollziehen.
Das Gelände ist heute teilweise zugänglich, wo man die Fundamente der Masten und alte Wachgebäude sehen kann. Die Reste sind verstreut über ein großes Gebiet, daher sollte man genügend Zeit für einen Spaziergang einplanen.
Die Übertragungsgeschwindigkeit war je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich: Im Sommer konnte die Station mit langsameren Signalen arbeiten, während sie im Winter die dreifache Geschwindigkeit erreichte. Diese Anpassung war notwendig, um unter verschiedenen atmosphärischen Bedingungen zuverlässig zu kommunizieren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.