Dominican church in Janów Podlaski, Katholische Kirche in Janów Podlaski, Polen.
Die Dominikanerkirche in Janów Podlaski zeigt klassische Architektur mit einer symmetrischen Fassade, präzisen Proportionen und weißen Außenmauern, die ihr charakteristisches Aussehen bestimmen. Das Bauwerk folgt den Gestaltungsprinzipien des Klassizismus und prägt mit seinen regelmäßigen Formen das Stadtbild des Ortes.
Eine erste Kirche an diesem Ort wurde um 1465 von Bischof Jan Łosowicz gestiftet und Anfang des 17. Jahrhunderts von den Dominikanern übernommen. Nach einem Brand, der sie 1667 zerstörte, wurde die heutige Backsteinkirche zwischen 1790 und 1801 errichtet, wobei eine Version nur von einem Wiederaufbau und einer Erweiterung spricht. Die russischen Behörden übergaben sie 1867 den Unierten, und von 1875 bis 1915 diente sie als orthodoxe Kirche.
Die Kirche ist inaktiv und dient als Filialkapelle der Dreifaltigkeitspfarrei in Janów Podlaski. Ihr Name erinnert an Johannes den Täufer, dem die ursprüngliche Gründung aus dem 15. Jahrhundert gewidmet war. In der Zwischenkriegszeit fanden hier neben lateinischen Riten auch neounierte Gottesdienste statt.
Die Kirche steht im Zentrum von Janów Podlaski, neben dem ehemaligen Friedhof, auf dem nach dem Polnisch-Sowjetischen Krieg die bei Cieleśnica gefallenen polnischen Soldaten beigesetzt wurden. Sie wird nicht mehr für Gottesdienste genutzt und ist nur eine Filialkapelle der Dreifaltigkeitspfarrei, daher meist geschlossen; Besuche hängen von der Pfarrei ab. Das gemauerte Tor mit Glockenturm, errichtet zur Zeit der orthodoxen Nutzung, markiert den Eingang.
Während des Ersten Weltkriegs wurde das Gebäude von deutschen Truppen beschlagnahmt und zunächst als Feldlazarett genutzt. Später diente es als Getreidescheune, was seinen Wandel vom religiösen Zweck zu praktischen Kriegsbedürfnissen zeigt.
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