Raketenerprobungsstelle Rumbke, Raketenmuseum in Rąbka, Łeba, Polen
Das Muzeum Wyrzutni Rakiet in Rąbka liegt auf einem ehemaligen deutschen Raketentestgelände von 1940, heute im Slowinzischen Nationalpark. Zu sehen sind ein Kommandobunker, eine Abschussgrube, Fundamente von Radarstationen und einer Montagehalle sowie ein Aussichtsturm. Die Ausstellung zeigt Raketen ab dem Zweiten Weltkrieg, deren Bauteile und Militaria; zwei Räume beherbergen alte Fotos von Łeba und eine Galerie der Bürgermeister.
Das Gelände wurde 1940 von deutschen Streitkräften als geheime Testanlage für experimentelle Flugkörper gegründet und diente später der wissenschaftlichen Forschung. Nach dem Krieg wurde der Standort für andere Zwecke genutzt und die Gebäude blieben teilweise erhalten.
Der Name des Museums stammt von der Abschussrampe des Erprobungsgeländes Rąbka. In den deutschen Bunkern sind zwei Dauerausstellungen untergebracht: „Leba auf alten Fotografien" und eine Galerie der Bürgermeister der Stadt. Modelle der hier 1940–1945 erprobten Raketen Rheintochter und Rheinbote stehen neben polnischen Meteor-Höhenforschungsraketen, die zwischen 1963 und 1973 auf dem Gelände gestartet wurden.
Das Museumsgelände ist relativ groß und es gibt einen Beobachtungsturm mit mehreren Metern Höhe, den man besteigen kann. Geführte Rundgänge werden angeboten und Informationstafeln an den Exponaten helfen beim Verständnis der Ausstellung.
Hier flog nie eine V1 oder V2: Erprobt wurden Rheintochter, Rheinbote und Feuerlilie von Rheinmetall-Borsig sowie die Rollbombe SB 800 RS. Der erste Rheintochter-Prototyp startete im Herbst 1943 von einer 8,8-cm-Flaklafette mit 3,5 Meter langer Gleitbahn und wurde über die See geschossen, beobachtet auch von Bornholm aus.
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