Rheinbaben Palace, Palast in Michałkowice, Siemianowice Śląskie, Polen
Der Rheinbaben-Palast ist ein eingeschossiger Backsteinbau über rechteckigem Grundriss mit verputzten Fassaden, einem zweigeschossigen Mittelrisalit und einem dreigeschossigen Seitenrisalit unter Satteldächern. Ein arabeskenverzierter Gusseisen-Vorbau schützt den Haupteingang, eine Terrasse mit Stufen liegt zum Park. Innen: Kaminzimmer, Ballsaal mit angeschlossener Orangerie und ein Spiegelsaal für 130 Personen.
Zunächst stand hier ein hölzernes Gutshaus der Familie Mieroszewski, das seit dem 16. Jahrhundert mit gemauerten Geschossen und einem Torturm verstärkt wurde. 1741 verheiratete Jan Krzysztof Mieroszewski seine Tochter mit einem Offizier der Schwellengröbel, wodurch Michałkowice an diese Familie und später an die Rheinbaben fiel, die den Palast 1836 oder 1870 errichteten. 1892 erwarb Hugo zu Hohenlohe-Öhringen den Bau; 1906/1907 kam eine Orangerie von Louis Dame hinzu. Nach 1945 nutzte ihn die Zeche Michał als Werk-Kulturhaus; 2009 ging er nach jahrelangem Rechtsstreit an die Gemeinde.
Der Palast fungiert heute als Teil des Kulturzentrums Siemianowickie und beherbergt Kunstworkshops, Konzerte und Bildungsprogramme für alle Altersgruppen. Besucher können hier an Veranstaltungen teilnehmen, die lokale künstlerische und kulturelle Aktivitäten fördern.
Der Palast steht im städtischen Górnik-Park, zu dem auch ein neugotisches Försterhaus gehört. Der Eingang liegt ebenerdig, und Spiegelsaal, Orangerie und Kunstwerkstätten befinden sich auf derselben Ebene. Die erste Sanierungsphase 2017–2018 erneuerte Fassade, Dachdeckung und Fensterrahmen.
Das arabeske Vordach aus Gusseisen über dem Haupteingang ist ein leicht zu übersehendes Detail. Der Palast steht im heutigen Stadtpark Górnik, zu dem auch ein neugotisches Haus für Förster und Gärtner gehört. Die 1906 oder 1907 ergänzte Orangerie entwarf Louis Dame.
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