Wierusz-Kowalski-Palast in Brwinów, Neoklassizistischer Palast in Brwinów, Polen.
Der Wierusz-Kowalskich-Palast ist ein verputzter Ziegelbau auf hohem Sockel, mit nahezu quadratischem Grundriss und einem Holzdach mit Dachpappe. Ein rechteckiger Portikus mit zwei viereckigen Pfeilern und zwei kannelierten toskanischen Säulen trägt eine Terrasse im Obergeschoss, ein halbrunder Vorbau eine zweite. Die Fassade ist hellgrau-weiß, mit Balustradenattika und Fenstern mit geschlossenen Läden.
Das Schloss wurde 1936 vom Architekten Stanisław Grochowicz für die Familie Wierusz-Kowalski erbaut. Im September 1939 diente es während der Schlacht bei Brwinów als Feldlazarett; von 1942 bis 1945 wurde es als Krankenhaus genutzt. 1946 übernahm die Warschauer Naturwissenschaftliche Universität (SGGW) das Gebäude und baute einen Hörsaal für rund 200 Personen an. Die Universität verließ den Komplex 2001, danach verfiel das Anwesen, bis die Gemeinde Brwinów es 2015 kaufte und 2022 eine Renovierung abschloss.
Seit 2022 dient das Gebäude als Brwinowski Pałac Kultury, das Kulturzentrum der Gemeinde. In einigen Räumen sind messingene Vielkerzen-Kronleuchter erhalten, wie sie zur Zeit des Herzogtums Warschau üblich waren. Der Zugang liegt an der ulica Pałacowa 1; die angebaute Aula, einst Hörsaal für rund 200 Personen, gehört zum Komplex.
Das Schloss ist nach einer Renovierung 2022 vollständig erneuert und bietet kunsthandwerkliche Workshops sowie Bildungsaktivitäten für Besucher an. Die moderne Infrastruktur ermöglicht einen angenehmen Besuch mit verschiedenen Aktivitätsmöglichkeiten.
Der umgebende Park aus dem 19. Jahrhundert verbindet sich mit dem Gemeindepark zu einer großen öffentlichen Grünfläche. Diese Verbindung schafft einen durchgehenden Landschaftsraum, der Wanderungen und Erholung ermöglicht.
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