Osiedle ZUS w Łodzi, Modernistischer Wohnkomplex im Stadtteil Górna, Łódź, Polen.
Osiedle ZUS w Łodzi ist ein Wohnkomplex aus sieben mehrstöckigen Gebäuden im Funktionalismus-Stil mit durchgehenden Außengalerien und charakteristischen grauen Putzfassaden auf Ziegelunterbau. Die Anlage umfasst größere Wohnungen an der Straße Bednarska und kleinere Einheiten im Arbeiterquartier, jeweils mit gemeinsam genutzten Einrichtungen und Treppen.
Das Osiedle wurde zwischen 1930 und 1932 von der Sozialversicherungsanstalt-Bauvereinigung errichtet, um die Wohnungsnot in Łódź der Zwischenkriegszeit zu bekämpfen. Die Anlage war eine Antwort auf den schnellen Industrialisierungsprozess und zeigte fortschrittliche Architekturlösungen für bezahlbares Wohnen.
Die Nachbarschaft war lange Zeit ein wichtiger Wohnort für Fabrikarbeiter und Angestellte, die hier ein modernes Leben führten. Man kann heute noch sehen, wie die Gebäude für einfache Menschen gebaut wurden, mit geteilten Räumen und praktischen Grundrissen, die das Alltagsleben der damaligen Zeit widerspiegeln.
Das Areal lässt sich am besten zu Fuß erkunden, wobei die Außengalerien direkten Zugang zu den Wohnungen ermöglichen und die Struktur leicht zu navigieren ist. Die gesamte Anlage ist offen zugänglich und bietet gute Sichtlinien auf die charakteristische Architektur und ihre Details.
Eine achtgeschossige Wassertürme an der Straße Dygasińskiego 6 wurde umgebaut und dient heute als Wohnraum, bewahrt aber seinen industriellen Charakter. Dieser ehemalige Infrastrukturbau ist ein unerwartetes Merkmal inmitten des klassischen Wohnkomplexes.
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