Magdalenerinnenkloster Lauban, Mittelalterliches Kloster in Lubań, Polen
Das Magdalenerinnenkloster Lauban war ein mittelalterliches Frauenkloster mit einer Trinitätskapelle aus dem 13. Jahrhundert, die als Kirche für die Nonnen und die Pfarrgemeinde diente. Von der ursprünglichen Anlage ist heute hauptsächlich dieser Turm erhalten geblieben.
Das Kloster wurde 1320 von Heinrich von Jauer gegründet und besiedelt mit Nonnen aus einem bestehenden Magdalenenkonvent in Naumburg am Queis. Während der Reformationszeit überstand es Zerstörung und behielt seine Bedeutung als katholisches Frauenkloster.
Die Magdalenerinnen, als Weiße Damen bekannt, prägten das Klosterleben durch ihre Arbeit in Bildung und Krankenpflege. Ihre weiße Ordenstracht machte sie in der Stadt erkennbar und präsent.
Das Gelände wurde im Zweiten Weltkrieg 1945 stark beschädigt, daher ist heute nur die Trinitätskapelle für Besucher zugänglich. Bei einem Besuch sollte man beachten, dass es sich um Überreste handelt und der Zugang begrenzt sein kann.
Das Kloster war eines von nur vier Magdalenenkonventen, die die Reformation überdauerten, dank diplomatischer Ansätze des Administrators Johann Leisentrit. Diese Seltenheit machte es zu einem bemerkenswerten Ort der Kontinuität während einer Zeit großer religiöser Umwälzungen.
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