Tell es-Sultan, Archäologische Stätte nahe Jericho, Westjordanland
Tell es-Sultan ist eine archäologische Stätte nahe Jericho in den palästinensischen Gebieten und umfasst zahlreiche Siedlungsschichten aus verschiedenen Jahrtausenden. Der Hügel zeigt kreisförmige Gebäudereste aus Lehmziegeln sowie Abschnitte massiver Steinmauern, die noch im Gelände sichtbar sind.
Die ersten Siedler kamen vor etwa 11.600 Jahren hierher und gründeten eine dauerhafte Ansiedlung. Der Steinturm aus der Zeit um 8000 v. Chr. war über dreitausend Jahre lang das höchste menschengemachte Bauwerk, bis die ägyptischen Pyramiden errichtet wurden.
Die Ausgrabungen zeigen Reste früher Ackerbaukulturen mit Lagerstätten für Getreide und Werkzeugen aus Stein. Die gefundenen Schädel mit aufgetragenen Tonschichten deuten auf rituelle Bestattungsbräuche hin, die Gesichtszüge der Verstorbenen nachbildeten.
Der Besuch erfolgt mit Führungen, die über die archäologischen Funde aus mehr als 20 aufeinanderfolgenden Siedlungsepochen berichten. Die Anlage liegt offen unter der Sonne, daher empfiehlt sich eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser.
Der Turm bestand ursprünglich aus etwa 8,5 m Höhe und besaß eine innenliegende Treppe mit 22 Stufen. Forscher diskutieren bis heute den Zweck dieser Anlage, da ihre Funktion als Verteidigungsbauwerk nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte.
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