Jericho, Historische Siedlung im Westjordanland, Palästina
Jericho ist eine Siedlung im Jordantal, die 275 Meter unter dem Meeresspiegel liegt und von natürlichen Quellen gespeist wird, die das umliegende Land fruchtbar machen. Die Stadt erstreckt sich entlang einer flachen Ebene zwischen dem nördlichen Toten Meer und den judäischen Hügeln, mit Palmenhainen und Gärten, die das Stadtbild prägen.
Ausgrabungen am Tell es-Sultan zeigen, dass hier bereits um 9000 v. Chr. Menschen dauerhaft lebten, was den Ort zu einem der ältesten städtischen Zentren macht. Verschiedene Völker besiedelten die Gegend über die Jahrtausende, wobei sie Mauern, Türme und Wohnviertel hinterließen, die heute im archäologischen Park zu sehen sind.
Die Stadt dient heute als Verwaltungszentrum des Gouvernements und zeigt in den Straßen eine Mischung aus Wohnvierteln, Märkten und Moscheen, die den Alltag der Bewohner prägen. Lokale Familien pflegen Dattelpalmen und Zitrusplantagen in den umliegenden Gärten, während in den Souks frische Früchte und traditionelle Süßigkeiten verkauft werden.
Der archäologische Park liegt in der Stadtmitte und ist über die Sultan Street erreichbar, wo ein Museum Fundstücke aus verschiedenen Epochen ausstellt. Besucher sollten früh morgens oder spät nachmittags kommen, um der Hitze im Tal auszuweichen, und festes Schuhwerk tragen, da die Wege uneben sein können.
Am Tell es-Sultan steht ein steinerner Turm aus der Zeit um 8000 v. Chr., der als älteste bekannte Befestigungsanlage der Menschheit gilt. Der Turm ist über eine innere Treppe zugänglich und zeigt, wie frühe Bewohner ihre Siedlung verteidigten, lange bevor Metall zum Werkzeugbau verwendet wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.