Westmauer, Antike Kalksteinmauer in Altstadt Jerusalem, Israel
Die Westwand ist ein Teil der alten Stützmauer, die den Tempelberg einfasst, und die freigelegte Fläche zeigt große Steinquader aus hellem Kalkstein. Über den unteren Steinreihen setzt sich die Mauer in schmaleren Schichten fort, die aus späteren Jahrhunderten stammen.
Herodes ließ diese Mauer im 1. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung errichten, um den Tempelberg zu erweitern und zu stabilisieren. Als römische Truppen den Tempel zerstörten, blieb die Stützmauer stehen und wurde später zu einem Ort der Versammlung.
Gläubige stecken gefaltete Gebetszettel zwischen die Fugen der Steinblöcke, und diese Zettel werden später auf dem Ölberg begraben. Der Platz davor teilt sich in zwei Bereiche, damit Männer und Frauen getrennt beten können.
Der Zugang ist jeden Tag möglich, auch an Feiertagen, aber man muss sich angemessen kleiden und die Schultern bedecken. Männer sollten eine Kopfbedeckung tragen, die vor Ort zur Verfügung gestellt wird.
Unter dem Platz verlaufen Tunnel, in denen man tiefer liegende Steinschichten besichtigen kann, darunter Blöcke mit einem Gewicht von mehreren hundert Tonnen. Diese verborgenen Abschnitte zeigen, wie weit die ursprüngliche Konstruktion in den Untergrund reichte.
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