Haus der Familie Qathros, Archäologisches Museum im Jüdischen Viertel, Jerusalem
Das Burnt House ist ein archäologisches Museum im Jüdischen Viertel Jerusalems, das die Überreste eines Hauses zeigt, das sich sechs Meter unter dem heutigen Straßenniveau befindet. Das Gebäude enthielt mehrere Räume, darunter eine Küche, ein Speiseraum und ein rituelles Tauchbad, die typische Merkmale einer wohlhabenden Familie aus der Zeit des Zweiten Tempels waren.
Das Haus wurde während der Belagerung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. zerstört, als sich der Jüdische Aufstand seinem Ende näherte. Der Brand, der das Gebäude in Schutt verwandelte, hinterließ Spuren, die Archäologen heute helfen, diese turbulente Zeit zu verstehen.
Das Haus zeigt, wie wohlhabende jüdische Familien während der Zeit des Zweiten Tempels lebten, mit Räumen, die für religiöse Reinigungszeremonien ausgestattet waren. Die Anordnung der Räume und die gefundenen Gegenstände erzählen vom Alltag einer Familie, die streng ihre Traditionen befolgte.
Das Museum befindet sich in der Altstadt und ist relativ klein, daher sollte man mit etwa 45 Minuten bis einer Stunde rechnen. Ein kurzer Film zeigt Szenen aus dem täglichen Leben während dieser Zeit und hilft, die ausgestellten Objekte in einen Kontext einzuordnen.
Bei Ausgrabungen wurden Knochen eines menschlichen Armes in der Küche entdeckt, was direkt zeigt, wie schnell und verheerend das Feuer war. Dieses Fund bietet einen seltenen persönlichen Einblick in die letzten Momente, die in diesem Haus stattfanden.
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