Ramban-Synagoge, Synagoge aus dem 13. Jahrhundert im Jüdischen Viertel, Jerusalem, Israel
Die Ramban-Synagoge ist ein Gebetshaus aus dem 13. Jahrhundert in Jerusalems Altstadt und besitzt einen länglichen Gebetsraum mit zwei Gängen, die durch vier Säulen voneinander getrennt sind. Der Raum ist in den Boden eingelassen und wird über einen Eingang an der Westseite erreicht, wobei man zuerst durch einen Studienbreich kommt.
Rabbi Moshe ben Nachman gründete diesen Gebetsort 1267 und markierte damit den Anfang einer neuen jüdischen Präsenz in Jerusalem nach Zeiten der Zerstörung. Das Gebäude stammt von der Zeit vor den Kreuzzügen und zeigt architektonische Merkmale dieser älteren Epoche.
Die Synagoge ist ein wichtiger Ort für die Gemeinde und wird für tägliche Gebete und religiöse Studien genutzt. Besucher können sehen, wie die Gemeinde hier seit Jahrhunderten ihre Traditionen pflegt und bewahrt.
Das Gebetshaus liegt mehrere Meter unter der Straßenoberfläche und ist nur über treppen zu erreichen. Besucher sollten sich auf enge Räume einstellen und genug Zeit für einen langsamen Besuch einplanen.
Die Bauweise zeigt byzantinische und romanische Kapitelle statt gotischer oder islamischer Stilelemente, was auf ihre Herkunft aus einer viel älteren Zeit hindeutet. Dieses architektonische Merkmal macht sie zu einem seltenen Beispiel für die vorkreuzfahrer-zeitliche Bauweise in der Altstadt.
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