Nea-Kirche, Byzantinische Kirchenruinen in Jerusalem, Israel
Die Nea Ekklesia der Theotokos ist eine byzantinische Kirchenruine im jüdischen Viertel der Altstadt von Jerusalem, die aus großen Steinblöcken errichtet wurde. Von der ursprünglichen Anlage sind heute vor allem Teile der Apsis und einige Fundamente erhalten, die unter modernen Gebäuden und in Ausgrabungsstätten sichtbar sind.
Kaiser Justinian I. ließ die Kirche im 6. Jahrhundert errichten, und sie wurde 543 geweiht als eine der größten christlichen Kirchen des damaligen Nahen Ostens. Im Jahr 614 zerstörten persische Truppen das Gebäude während ihrer Invasion Jerusalems fast vollständig.
Die Kirche war im frühen Christentum ein zentraler Ort für Pilger und Gläubige in Jerusalem. Sie stand neben anderen wichtigen Heiligtümern und prägte das religiöse Leben der Stadt.
Die erhaltenen Reste befinden sich im jüdischen Viertel der Altstadt von Jerusalem und sind teilweise durch Ausgrabungsstätten zugänglich, die in bestehende Gebäude integriert sind. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen, da die Böden uneben sein können.
Die Kirche war nicht nur ein Gotteshaus, sondern beherbergte auch ein Hospiz mit Betten für kranke und reisende Pilger, was für ein religiöses Gebäude dieser Zeit ungewöhnlich war. Teile dieser Nebengebäude wurden bei Ausgrabungen in den 1970er Jahren unter dem heutigen jüdischen Viertel entdeckt.
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