Hurva-Synagoge, Synagoge im Jüdischen Viertel, Jerusalem
Die Hurva-Synagoge ist ein jüdisches Gotteshaus im Jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt, das durch seine 24 Meter hohe Kuppel weithin sichtbar ist. Das Gebäude folgt einem byzantinischen Stil mit hohen Säulen, Rundbögen und einem geräumigen Innenraum der mehrere Hundert Personen aufnehmen kann.
Ein erstes Gebetshaus entstand hier im Jahr 1700 und wurde 1721 zerstört, woraufhin die Stätte mehr als ein Jahrhundert lang Ruine blieb. Ein neuer Bau wurde 1864 eingeweiht und stand bis 1948, als er bei Kämpfen fiel und erst 2010 wiedererrichtet wurde.
Der Name bezieht sich auf eine frühere Ruine an dieser Stelle und wird heute als Mittelpunkt für Gottesdienste und religiöse Feste genutzt. Männer und Frauen nutzen getrennte Bereiche während der Gebetszeiten, eine Praxis die man auch bei Besuchen heute noch sehen kann.
Führungen ermöglichen den Zugang zu den Haupträumen und zum Keller, wo man archäologische Überreste alter ritueller Bäder sehen kann. Der Eingang befindet sich an der Westseite und ist über Stufen oder einen Aufzug erreichbar, was den Besuch auch für Personen mit eingeschränkter Mobilität möglich macht.
Ein großer Steinbogen an der Nordseite blieb durch alle Zerstörungen hindurch stehen und wurde bei jedem Wiederaufbau bewusst in die neue Struktur eingebunden. Besucher können heute die alten Steinschichten direkt neben den neueren Ergänzungen erkennen, was die lange Geschichte auf einen Blick sichtbar macht.
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