Armenische Patriarchat von Jerusalem, Religiöses Patriarchat in der Altstadt, Jerusalem, Israel.
Das Armenische Patriarchat von Jerusalem, auch Patriarchat des Heiligen Jakobus genannt, nimmt den größten Teil des Armenischen Viertels der Altstadt ein. Zum Kathedralkomplex gehören die Jakobskathedrale, die Erzengelkirche und die Kirche des Heiligen Thoros mit über 4.000 illuminierten armenischen Handschriften. Außerdem beherbergt die Anlage ein theologisches Seminar, die Gulbenkian-Bibliothek mit mehr als 100.000 Bänden, das Mardigian-Museum und die Schule der Heiligen Übersetzer.
Der Komplex erhielt von den Mamluk-Behörden eine Steuerbefreiung, die durch eine arabische Inschrift über dem Haupteingang dokumentiert wurde. Diese Anerkennung ermöglichte es der armenischen Gemeinschaft, ihre Institution über Jahrhunderte hinweg zu erhalten und zu entwickeln.
Die Gemeinde folgt dem alten julianischen Kalender, anders als andere armenische Kirchen. Die Gulbenkian-Bibliothek umfasst über 100.000 Bände, zur Hälfte auf Armenisch, und die Kirche St. Toros bewahrt mehr als 4.000 illuminierte Handschriften, die zweitgrößte Sammlung dieser Art weltweit.
Die massiven Tore der Anlage werden um 22 Uhr geschlossen und öffnen früh am Morgen wieder; planen Sie den Besuch also am Abend vor der Sperrstunde. Innerhalb der ummauerten Anlage liegen die Jakobskathedrale, die Erzengelkirche und die Kirche des heiligen Toros sowie die Gulbenkian-Bibliothek und das Mardigian-Museum. Die Gemeinde folgt dem alten julianischen Kalender, daher fallen ihre Feste auf andere Daten als in den übrigen armenischen Kirchen.
Die Eingangspforte wurde bereits 1646 installiert und ist damit eines der ältesten erhaltenen Elemente des Komplexes. Dieses architektonische Detail zeigt die lange Kontinuität und Stabilität der armenischen Präsenz in Jerusalem.
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