Dormitio-Abtei, Benediktinerabtei auf dem Berg Zion, Israel
Die Dormitio-Abtei ist ein benediktinisches Kloster auf dem Berg Zion in Jerusalem, Israel. Das runde Steingebäude mit einem hohen kegelförmigen Dach erhebt sich über die umliegende Altstadt und enthält im Inneren einen Hauptraum mit Säulen, der zu einem tieferen Stockwerk mit Seitenkapellen führt.
Der deutsche Kaiser Wilhelm II. erwarb das Grundstück während seiner Pilgerreise ins Heilige Land im Jahr 1898 und übertrug es an eine katholische Vereinigung. Der Bau begann kurz darauf unter der Leitung eines Architekten aus Köln und wurde nach zehn Jahren Arbeit abgeschlossen.
Der Name des Klosters bezieht sich auf die christliche Überlieferung, wonach Maria hier friedlich eingeschlafen sein soll, bevor sie in den Himmel aufgenommen wurde. Besucher sehen heute eine Holzfigur der ruhenden Maria im Untergeschoss, umgeben von Kapellen verschiedener Nationen, die das weltweite Interesse an diesem Ort widerspiegeln.
Die oberen Stockwerke bieten Ausblicke über die Altstadt, während das Untergeschoss mehrere kleinere Räume zum stillen Aufenthalt enthält. Besucher sollten beachten, dass der Zugang zu bestimmten Bereichen je nach liturgischen Aktivitäten eingeschränkt sein kann.
Eine kleine Gedenktafel im Eingangsbereich erinnert an die Zeit zwischen 1948 und 1967, als das Gebäude direkt an der Waffenstillstandslinie lag und beschädigt wurde. Die Mönche kehrten erst nach dem Sechstagekrieg dauerhaft zurück und reparierten die Kriegsschäden an Dach und Fenstern.
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