Weihrauchstraße - Wüstenstädte in der Negev-Wüste, Handelsroute Kulturerbe in der Negev-Wüste, Israel
Die Weihrauchstraße – Wüstenstädte im Negev ist eine archäologische Stätte im Negev-Wüstengebiet, die vier antike Städte verbindet: Avdat, Haluza, Mamshit und Shivta. Überreste von Gebäuden, Befestigungsanlagen und Handelsposten aus der nabatäischen Zeit sind entlang von Wegen zu besichtigen, die sich durch die offene Wüstenlandschaft ziehen.
Zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem 2. Jahrhundert n. Chr. nutzten nabatäische Händler diese Route, um Weihrauch und Myrrhe von der Arabischen Halbinsel zu den Mittelmeerhäfen zu transportieren. Später übernahmen die Römer und anschließend die Byzantiner die Kontrolle über die Städte und veränderten deren Struktur und Funktion grundlegend.
Die Nabatäer hinterließen in diesen Siedlungen sichtbare Spuren ihres Alltags: Hausruinen, Tempel und Marktplätze zeigen, wie eine Handelsgemeinschaft mitten in der Wüste funktionierte. Besonders in Avdat lassen sich gepflasterte Straßen und Kirchenreste erkennen, die spätere byzantinische Einflüsse widerspiegeln.
Alle vier Stätten können zu Fuß erkundet werden, wobei markierte Wege durch die Ruinen und über das offene Gelände führen. Das Wüstenklima kann sehr extrem sein, daher sind ausreichend Wasser, Sonnenschutz und festes Schuhwerk unbedingt empfehlenswert.
Die Nabatäer entwickelten ein ausgeklügeltes System aus Dämmen, Kanälen und Zisternen, das es ihnen ermöglichte, in der Wüste trotz sehr geringer Niederschläge Landwirtschaft zu betreiben. Dieses System ist an mehreren Stätten noch heute sichtbar und zeigt, wie sorgfältig Wasser gesammelt und über weite Flächen verteilt wurde.
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