Dorćol, Wohnviertel in Belgrad, Serbien.
Dorćol ist ein Wohnviertel an der Donau, das sich vom Akademie-Park bis zum Flussufer erstreckt und verschiedene Wohnbauten mit älteren Industrieanlagen kombiniert. Das Gebiet wird von einer modernen Uferpromenade geprägt, durch die auch Fahrradwege in andere Stadtteile führen.
Der Name stammt aus türkischen Wörtern dört und yol, die vier Wege bedeuten, und verweist auf die Zeit, als das Viertel während der osmanischen Herrschaft ein Handelszentrum war. Diese Vergangenheit prägt bis heute das Zusammenleben verschiedener Kulturen im Gebiet.
Das Viertel ist heute ein lebendig genutzter Kulturraum mit zahlreichen Galerien, Cafés und Restaurants, die zum Flanieren einladen. Die Bajrakli-Moschee prägt das Stadtbild als letztes islamisches Gotteshaus Belgrads und erinnert an die lange Nachbarschaft zwischen verschiedenen Glaubensgemeinschaften.
Das Viertel ist leicht zu Fuß erreichbar und gut mit dem Fahrrad zu erkunden, besonders entlang der Donauufer-Promenade. Die bestehenden Verkehrswege ermöglichen gute Anbindung zu anderen Stadtteilen und machen längere Erkundungstouren bequem.
Das Haus an der Cara-Dušana-Straße 10 wurde 1727 erbaut und ist die älteste noch erhaltene Wohnstruktur Belgrads. Dieser seltene Überrest aus der Frühjahrszeit der Stadt zeigt, wie das Viertel über Jahrhunderte hinweg gewachsen ist.
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