Gudermes, Eisenbahnknotenpunkt in Tschetschenien, Russland.
Gudermes ist eine Stadt im östlichen Teil der Republik Tschetschenien, rund 36 Kilometer östlich von Grosny an den Ufern der Sunscha auf 55 Metern Höhe gelegen. Die Siedlung erstreckt sich entlang des Flusslaufs und bildet einen wichtigen Knotenpunkt für den regionalen Bahnverkehr in mehrere Richtungen.
Die Ortschaft erhielt 1941 offiziell den Status einer Stadt, nachdem sie sich von einer ländlichen Ansiedlung zu einem Eisenbahnzentrum entwickelt hatte. Der Ausbau der Bahnstrecken veränderte die Struktur der Siedlung grundlegend und machte sie zu einem Knotenpunkt im Verkehrsnetz des nördlichen Kaukasus.
Die Siedlung dient heute als administratives und verkehrstechnisches Zentrum in der Region und zeigt die für den östlichen Kaukasus typische Entwicklung einer Eisenbahnstadt. Auf dem Stadtgebiet befindet sich eine militärische Ausbildungseinrichtung für russische Spezialkräfte, die seit ihrer Eröffnung Angehörige verschiedener Einheiten aus dem ganzen Land ausbildet und im regionalen Alltag eine sichtbare Rolle spielt.
Die Stadt liegt an mehreren Bahnverbindungen, die nach Rostow am Don, Baku, Astrachan und Mosdok führen und Reisende aus verschiedenen Teilen der Region durchqueren. Wer mit der Bahn ankommt, findet hier einen Umsteigepunkt für Weiterfahrten in den östlichen Kaukasus und darüber hinaus.
Im Juli 1999 verzeichnete die Stadt eine Temperatur von 44 Grad Celsius, eine der höchsten jemals in Russland gemessenen Werte. Diese extreme Hitze gehört zu den seltenen Wetteraufzeichnungen, die in der nordkaukasischen Region dokumentiert wurden.
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