Ukok Plateau, Hochebene im südwestlichen Sibirien, Russland.
Das Ukok-Plateau ist eine weite Hochebene in den Altai-Bergen, die auf etwa 2500 Metern Höhe liegt und von Grasland, Seen und Gebirgsspitzen geprägt wird. Die Landschaft wirkt offen und freiluftig, mit sichtbaren geologischen Schichten an den Hängen und einer vielfältigen Flora und Fauna, die sich der rauen Höhenlage angepasst hat.
Das Plateau war vor über 2500 Jahren Bestattungsplatz für Angehörige der Pazyryk-Kultur, deren eingefrorene Gräber dank des Permafrostes erhalten blieben. Diese archäologischen Funde zeigen, dass die Region zu einer Zeit bewohnt und genutzt wurde, als sie wichtige Handelsrouten und Verbindungen zwischen fernen Völkern darstellte.
Hirten und Nomaden nutzen das Plateau seit Jahrhunderten als Weideland und Durchgangsroute zwischen verschiedenen Regionen. Die Landschaft trägt die Spuren von Kazachen, Altaiern und mongolischen Völkern, deren Traditionen noch heute in der Art sichtbar sind, wie Menschen hier leben und sich bewegen.
Besucher sollten sich auf extreme Witterungsbedingungen vorbereiten, da schnelle Temperaturwechsel und starke Winde das ganze Jahr über üblich sind. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung in Schichten sind notwendig, um sich sicher in diesem Höhenklima bewegen zu können.
Der Permafrost hat antike Mumien mit Tätowierungen bewahrt, darunter die berühmte Ledersaite, ein Mädchen aus dem 5. Jahrhundert v.Chr., dessen Leichnam sich durch die Kälte außergewöhnlich gut erhalten hat. Diese gefrorenen Gräber geben Forschern seltene Einblicke in das Leben und die Kunstfertigkeit jener frühen Bergvölker.
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