Gräber von Pasyryk, Eisenzeitliche Gräber im Altai-Gebirge, Russland
Die Pazyryk-Gräber sind eisenzeitliche Steinhügel, die mehrere Holzkammern in einer Höhe von etwa 2300 Metern in den südlichen Altai-Bergen bedecken. Diese Struktur konservierte Artefakte aus nomadischen Gesellschaften unter natürlichen Gefrierbedingungen.
Die Gräber stammen aus dem 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. und gehören zu einer Scythischen Kultur, die der Archäologie bis dahin wenig bekannt war. Ausgrabungen zwischen 1929 und 1949 legten eine komplette Welt aus dieser Periode frei.
Die Gräber enthielten aufwendig verzierte Gegenstände wie das älteste bekannte Teppich, chinesische Seiden und prächtige Pferdeornamente, die auf ein großes Handelsnetzwerk hindeuten.
Der Standort bleibt das ganze Jahr über gefroren und erfordert spezielle Ausrüstung sowie Genehmigungen russischer Behörden für den Zugang. Die Bergregion ist nur während kurzer Sommermonate leicht erreichbar, daher sollte man bei der Planung eines Besuchs flexibel sein.
Die mumifizierten Körper zeigen detaillierte Tätowierungen mit mythologischen Wesen und geometrischen Mustern, die auf körperliche Ausdruckswege dieser antiken Kultur hinweisen. Solche gut erhaltenen Hautmarkierungen sind bei archäologischen Funden selten.
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