Kernkraftwerk Leningrad, Kernkraftwerk in Sosnovy Bor, Russland
Das Kernkraftwerk Leningrad ist eine Kernenergieanlage im russischen Sosnowy Bor, die aus zwei Generationen von Reaktoren entlang der Ostseeküste besteht. Die Anlage erstreckt sich über ein weitläufiges Gelände mit Kühlsystemen, Turbinenhallen und mehreren Reaktorblöcken, die jeweils getrennt voneinander arbeiten und durch Sicherheitszonen umgeben sind.
Die Anlage nahm 1974 ihren Betrieb auf und war die erste sowjetische Station mit Reaktoren vom Typ RBMK. Neue Reaktoren vom Typ WVER-1200 ersetzen seit einigen Jahren schrittweise die älteren Blöcke aus der Sowjetzeit.
Der Name erinnert an die frühere Bezeichnung Sankt Petersburgs und unterstreicht die Verbindung zwischen der Anlage und der nahen Stadt. Besucher erfahren bei Führungen, wie sich die Technologie über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat und welche Rolle die Stromerzeugung für die gesamte Region spielt.
Zugang zum Gelände ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich und erfordert eine Sicherheitsfreigabe. Die öffentlichen Führungen dauern mehrere Stunden und sind auf Gruppen beschränkt, daher ist eine rechtzeitige Planung notwendig.
Die Station führt aktiv einen Generationswechsel durch, bei dem beide Reaktortypen gleichzeitig am Netz bleiben und so eine ununterbrochene Versorgung gewährleisten. Dieser Prozess zieht Fachleute aus vielen Ländern an, die den schrittweisen Übergang zwischen alter und neuer Technik beobachten möchten.
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