Nationalpark Kalewala, Nationalpark in Karelien, Russland.
Das Kalevalsky-Nationalpark ist ein Schutzgebiet im Wald Kareliens, das sich über riesige Flächen mit ursprünglichen Kiefernwäldern erstreckt und zahlreiche Seen sowie Fließgewässer beherbergt. Die Landschaft wird von einem dichten Netz aus Seen, Bächen und alten Baumbeständen geprägt, die sich durch die morastige Bodenbeschaffenheit der nordischen Region auszeichnen.
Das Schutzgebiet wurde in den 2000er Jahren gegründet, um einen der letzten großflächigen Urwälder Europas in dieser nördlichen Region zu bewahren. Die Entscheidung zum Schutz folgte dem wachsenden Bewusstsein für den Verlust solcher seltenen Waldtypen in der nördlichen Hemisphäre.
Der Name des Parks bezieht sich auf die Kalevala, ein wichtiges Epos der karelischen und finnischen Tradition, das die Legenden und Bräuche dieser Region bewahrt. Besucher können heute noch die kulturelle Bedeutung dieses Erbes in der lokalen Identität spüren.
Der Park bietet gut markierte Wanderwege und Aussichtspunkte, die das Besuchen der Wälder und Seen zu Fuß ermöglichen. Besucher sollten geeignete Ausrüstung für die nördlichen Bedingungen mitbringen, da das Klima mit langen Winterpausen sehr kalt und das Terrain morastig sein kann.
Der Waldboden hier besteht aus dicken Torfschichten, die sich über Jahrtausende angesammelt haben und eine völlig andere Ökologie als südlichere Wälder schaffen. Diese Moorlandschaften sind in Europa selten geworden und locken spezialisierte Pflanzen und Tiere an, die sonst kaum irgendwo zu finden sind.
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