Roerich-Museum, Kulturmuseum in Moskau, Russland.
Das Roerich-Museum ist ein Kunstmuseum in der Moskauer Innenstadt, das in einem alten Herrenhaus untergebracht ist und eine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Zeichnungen und Kunstgegenständen des russischen Künstlers Nikolai Roerich zeigt. Die Räume des Gebäudes sind über mehrere Etagen verteilt und geben einen Überblick über sein gesamtes Schaffen, von frühen russischen Landschaften bis hin zu späteren spirituellen Werken.
Das Gebäude wurde im frühen 18. Jahrhundert als privates Herrenhaus errichtet und diente im Laufe der Zeit verschiedenen Zwecken, bevor es zum Museum wurde. Die Umwandlung in ein Museum zu Ehren Roerichs erfolgte im 20. Jahrhundert, als seine Werke und sein Nachlass nach Russland zurückgebracht wurden.
Roerich verbrachte viele Jahre in Indien und Zentralasien, und diese Reisen sind in seinem Werk deutlich zu spüren: Berge, Tempel und spirituelle Motive tauchen immer wieder auf. Die Gemälde wirken wie eine Brücke zwischen russischer Malerei und östlicher Bildwelt.
Das Museum befindet sich in einem mehrstöckigen Herrenhaus, und es empfiehlt sich, ausreichend Zeit einzuplanen, da die Räume klein sind und die Werke Aufmerksamkeit verlangen. Ein Besuch früh am Tag ist in der Regel angenehmer, da weniger Besucher vor Ort sind.
Roerich war nicht nur Maler, sondern auch Archäologe und unternahm in den 1920er und 1930er Jahren eine jahrelange Expedition durch Zentralasien, deren Ergebnisse teilweise in der Sammlung des Museums zu sehen sind. Er entwarf außerdem einen internationalen Vertrag zum Schutz von Kulturgütern in Kriegszeiten, der 1935 von mehreren Ländern unterzeichnet wurde und dem Roten Kreuz für Kulturgüter ähnelt.
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