Kernkraftwerk Chin Shan, Kernkraftwerk im Bezirk Shimen, Taiwan
Das Jinshan Kernkraftwerk ist eine stillgelegte Anlage mit zwei Reaktoren an der nördlichen Küste Taiwans, die bis 2019 in Betrieb waren. Jeder Reaktor konnte etwa 600 Megawatt Strom erzeugen und versorgte die Region Jahrzehnte lang mit Energie.
Das Kraftwerk nahm seinen Betrieb im Dezember 1978 auf und war Taiwans erste Kernkraftanlage, die ein ganzes Land mit Atomenergie versorgte. Nach 40 Jahren Laufzeit wurde es 2019 endgültig stillgelegt und befindet sich seitdem in einem langfristigen Rückbauprozess.
Das Kraftwerk ist ein Symbol für Taiwans Übergang zur modernen Industrie in den 1970er Jahren, als das Land seinen Energiebedarf schnell ausbauen musste. Die Anlage zeigt, wie große Infrastrukturprojekte das Leben lokaler Gemeinschaften veränderten.
Das Gelände ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, da es sich um eine aktive Abbaustelle mit strengen Sicherheitsvorkehrungen handelt. Besucher sollten beachten, dass der Ort von außen sichtbar ist, aber nähere Besichtigungen nicht möglich sind.
Während des Taifuns Soulik 2013 wurde die Anlage durch Trümmer beschädigt, die in die Meerwassereinlässe eindrang und Betriebsprobleme verursachte. Das Ereignis zeigte die Anfälligkeit der Küstenlage gegenüber extremen Wetterbedingungen.
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