Ludgate, Römisches Stadttor in City of London, England
Ludgate war der westliche Durchgang durch die römische Stadtmauer und bestand aus massivem Steinwerk, das Kutschen und Fußgänger passieren ließ. Über dem Bogen befanden sich Nischen mit Skulpturen, während das Gebäude auch als Unterkunft für Gefangene diente.
Die Römer errichteten das Tor um 190 nach Christus als Teil ihrer Verteidigungsanlagen und erneuerten es mehrfach im Laufe der Jahrhunderte. Nach wiederholten Bitten der Stadtbewohner wurde es 1760 endgültig abgetragen, um den Verkehrsfluss zu erleichtern.
Der Name verbindet sich mit König Lud aus walisischen Legenden, dessen Statuen zusammen mit jenen seiner Söhne einst die Fassade zierten. Diese Figuren standen neben einem Bildnis von Königin Elisabeth I. und verknüpften mythische Erzählungen mit der monarchischen Geschichte.
Heute ist vom ursprünglichen Bauwerk nichts mehr sichtbar, doch die Stelle lässt sich anhand der Straßennamen und der Topografie des Viertels nachvollziehen. Ein Spaziergang entlang der ehemaligen Mauerroute zeigt, wo sich der Durchgang einst befand.
Nach dem Ersten Krieg der Barone zwischen 1215 und 1217 nutzte man beim Wiederaufbau Steine und Balken aus zerstörten jüdischen Häusern. Diese Materialien stammten aus Gebäuden, die während der gewaltsamen Ausschreitungen jener Jahre beschädigt worden waren.
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