City of London, Finanzviertel in London, England.
Das Finanzviertel erstreckt sich über eine Quadratmeile und beherbergt Hochhäuser aus Glas und Stahl, die zwischen mittelalterlichen Kirchen und georgianischen Fassaden aufragen. Enge Gassen winden sich zwischen den Wolkenkratzern hindurch, moderne Plätze öffnen sich unvermittelt zwischen den dicht bebauten Blöcken. Historische Gebäude aus Portland-Stein stehen neben verspiegelten Bürotürmen, an manchen Stellen sind noch Reste der römischen Stadtmauer sichtbar, die in Gehwege und Parkflächen integriert wurden.
Die Römer gründeten hier im ersten Jahrhundert nach Christus eine Siedlung und errichteten Verteidigungsmauern, die noch heute die Grenzen des Viertels markieren. Nach dem großen Brand von 1666 wurde das Gebiet nach Plänen von Christopher Wren wiederaufgebaut, der zahlreiche Kirchen entwarf. Im neunzehnten Jahrhundert entwickelte sich der Ort zum Zentrum des britischen Bankwesens, während im zwanzigsten Jahrhundert Börsenhändler und Versicherungsgesellschaften die Skyline mit modernen Türmen veränderten.
Mitarbeiter in dunklen Anzügen strömen werktags durch die engen Gassen und verschwinden in Pubs, wo sie nach Feierabend bei einem Pint zusammenkommen. Die jahrhundertealte Tradition der Livery Companies prägt noch immer das gesellschaftliche Leben, Handwerkszünfte organisieren Bankette und pflegen Rituale, die Außenstehende selten zu Gesicht bekommen. An Wochenenden wirkt das Viertel wie ausgestorben, die meisten Geschäfte bleiben geschlossen und die Straßen gehören dann den wenigen Touristen und Fotografen.
Mehrere U-Bahn-Stationen wie Bank, Liverpool Street und Moorgate verbinden das Viertel mit dem Rest der Stadt, werktags herrscht zwischen acht und zehn Uhr morgens sowie zwischen fünf und sieben Uhr abends Hochbetrieb. Am Wochenende sind viele Restaurants und Cafés geschlossen, dafür lässt sich das Gebiet dann ohne Menschenmassen erkunden. Bequeme Schuhe sind ratsam, da das Kopfsteinpflaster in manchen Gassen uneben ist und sich die Sehenswürdigkeiten über ein weitläufiges Areal verteilen.
Das Viertel unterhält eine eigene Polizeitruppe und gewährt Unternehmen besondere Stimmrechte, sodass Firmen bei lokalen Wahlen mitstimmen können und dadurch mehr politischen Einfluss ausüben als anderswo in Großbritannien üblich ist.
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