London Stock Exchange, Wertpapierbörse in der City of London, England
Die Londoner Börse betreibt ihr Hauptquartier am Paternoster Square unweit der St Paul's Cathedral und steuert den Handel mit Wertpapieren und Derivaten über mehrere Märkte hinweg. Elektronische Plattformen übernehmen die Abwicklung von Transaktionen, während das Gebäude selbst Büros und Meetingräume für Finanzfirmen beherbergt.
Die Börse entstand 1698 als John Castaing begann Aktienkurse im Jonathan's Coffee House zu notieren, bevor sie 1801 offiziell gegründet wurde. Über drei Jahrhunderte entwickelte sie sich zu einem der führenden Finanzplätze der Welt.
Anzugtragende Händler und Finanzprofis bewegen sich durch das Viertel während der Wochentage und prägen das geschäftige Tempo rund um Paternoster Square. Die umliegenden Pubs und Cafés füllen sich nach Börsenschluss mit Angestellten, die Geschäfte besprechen und den Arbeitstag ausklingen lassen.
Der Handel läuft an Wochentagen von neun Uhr morgens bis halb sechs abends nach Londoner Zeit, wobei elektronische Systeme tausende Transaktionen abwickeln. Besucher können das moderne Gebäude von außen betrachten, da der Zugang zum Handelsbereich für die Öffentlichkeit nicht möglich ist.
Die Deregulierung von 1986 unter dem Namen Big Bang ersetzte den Parketthandel durch elektronische Systeme und beseitigte feste Provisionsstrukturen. Dieser Wandel veränderte die Arbeitsweise der Börse grundlegend und verlagerte die Aktivität von der Handelsfläche in die Bildschirme der Händler.
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