Paul's walk, Hauptschiff in der Alten St. Pauls Kathedrale, London, England
Paul's Walk war das Mittelschiff der alten St.-Pauls-Kathedrale in London, einem langen, offenen Korridor, der das gesamte Innere der Kathedrale von Ost nach West durchquerte. Das Schiff war weit genug, um gleichzeitig Menschengruppen aufzunehmen, die sich unterhielten, handelten oder einfach durch die Stadt gingen.
Die alte St.-Pauls-Kathedrale wurde im Mittelalter erbaut und war jahrhundertelang das Zentrum des religiösen Lebens in London. Im 16. und 17. Jahrhundert wandelte sich ihr Mittelschiff in einen zentralen Treffpunkt der Stadt und verlor damit schrittweise seinen sakralen Charakter. Das Gebäude wurde beim Großen Brand von London 1666 zerstört und später durch den Neubau von Christopher Wren ersetzt.
Die Bezeichnung "Paul's Walk" bezog sich auf die Gewohnheit der Londoner, durch das Mittelschiff der alten Kathedrale zu spazieren, anstatt außen herumzugehen. Der Ort war weniger ein Ort der Andacht als ein Treffpunkt, an dem Händler, Schreiber und einfache Stadtbewohner miteinander ins Gespräch kamen.
Da die alte Kathedrale nicht mehr existiert, ist Paul's Walk heute ein historischer Ort, der hauptsächlich durch Texte und Abbildungen bekannt ist. Wer sich für diesen Ort interessiert, kann das heutige St. Pauls und die nahegelegenen Museen besuchen, die sich mit dem Londoner Leben vor dem Großen Brand befassen.
Der Schriftsteller Ben Jonson erwähnte Paul's Walk in seinen Theaterstücken als einen Ort, an dem man alle Arten von Menschen antreffen konnte, vom Adeligen bis zum Taschendieb. Diese literarische Präsenz zeigt, wie tief dieser Ort im Alltagsleben des elisabethanischen Londons verwurzelt war.
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