Rathlin, Insel in der Grafschaft Antrim, Vereinigtes Königreich
Rathlin Island ist eine bewohnte Insel vor der Nordküste von County Antrim, die sich zwischen dem nordirischen Festland und Schottland erstreckt. Die Landschaft zeigt schroffe Felsklippen an der Nordküste, sanfte Hügel im Inneren und flachere Buchten an der Südseite mit kleinen Siedlungen entlang der Ufer.
Die Insel erlebte 1575 ein Massaker durch englische Truppen unter dem Earl of Essex, bei dem hunderte Inselbewohner und schottische Söldner getötet wurden. Im 19. Jahrhundert sank die Bevölkerung durch Hungersnöte und Auswanderung von über 1000 auf weniger als 100 Menschen.
Der traditionelle Inselfriedhof liegt windgeschützt an der Church Bay und zeigt die typische Mischung katholischer und protestantischer Grabsteine nebeneinander. Die Inselbewohner pflegen eine eigene Gemeinschaftskultur mit regelmäßigen Zusammenkünften im Boathouse Centre, wo lokale Musik und gemeinsame Mahlzeiten den Alltag prägen.
Die Fähre von Ballycastle verkehrt das ganze Jahr über mehrmals täglich, wobei im Sommer häufigere Fahrten angeboten werden. Besucher sollten wetterfeste Kleidung mitbringen, da der Wind auch an ruhigen Tagen spürbar bleibt, und die Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten erfordern meist längere Fußwege.
Die Kelpfarm im Hafen züchtet Seetang für kulinarische und kosmetische Zwecke und nutzt dabei die nährstoffreichen Gewässer um die Insel. Im Frühling nisten tausende Papageientaucher an den Klippen von Kebble, wo Besucher die Vögel aus nächster Nähe beobachten können.
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