Poundbury, Modelldorf in Dorchester, England
Poundbury ist ein geplanter Ortsteil in Dorchester, England, der Wohngebäude, Geschäfte, Werkstätten und Büros auf kompakter Fläche miteinander verbindet. Die Straßen folgen einem Raster aus kleinen Plätzen und schmalen Gassen, die von Gebäuden mit Fassaden aus Stein oder Putz gesäumt werden.
Die ersten Gebäude wurden im Oktober 1993 auf Land des Herzogtums Cornwall errichtet, unter Leitung von König Charles III. und dem Architekten Léon Krier. Über die Jahre entstanden weitere Abschnitte, die das Grundprinzip des ursprünglichen Plans fortsetzten.
Der Ort wurde nach dem Wunsch gestaltet, dass Arbeitsplätze und Wohnungen nahe beieinander liegen, sodass die Bewohner kurze Wege zurücklegen können. Auch die Geschäfte sind so verteilt, dass man viele Alltagswege zu Fuß erledigen kann.
Die Straßen haben keine Ampeln oder Fahrbahnmarkierungen, sodass Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer sich den Raum teilen und aufeinander achten müssen. Besucher können frei durch das Viertel gehen und die verschiedenen Plätze sowie die Geschäftsstraßen erkunden.
Einige Werkstätten und Produktionsbetriebe liegen direkt neben Wohngebäuden, sodass man durch ein Schaufenster sehen kann, wie beispielsweise Möbel oder Lebensmittel hergestellt werden. Diese Nähe zwischen Handwerk und Alltag ist in modernen Siedlungen eher selten zu beobachten.
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