Snettisham-Horte, Eisenzeitlicher Schatz in Norfolk, England
Der Snettisham-Hort ist eine Sammlung von über 150 Halsringen aus Edelmetall, die zwischen 1948 und 1973 in Norfolk gefunden wurden. Die Objekte bestehen aus Gold, Silber und Kupferlegierungen, wobei viele Stücke teilweise erhalten oder fragmentarisch sind.
Der Hort stammt aus der Eisenzeit um 70 v. Chr. und gehört zu den größten Funden von Metallobjekten aus dieser Periode in Großbritannien. Münzen aus Frankreich in der Sammlung ermöglichten eine genaue zeitliche Einordnung dieses Fundes.
Die aufwendigen Muster auf den Ringen deuten auf die handwerklichen Fähigkeiten der antiken Bevölkerung hin und zeigen, wie wertvoll Metallobjekte in dieser Zeit waren. Solche Schmuckstücke waren wahrscheinlich Zeichen von Macht und Wohlstand für ihre Besitzer.
Die Hauptobjekte können an zwei verschiedenen Orten besichtigt werden: dem Britischen Museum in London und dem Norwich Castle Museum in Norfolk. Beide Museen sind zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet, daher sollte man sich vorher über die Öffnungszeiten informieren.
Elektronenmikroskopische Untersuchungen zeigen Verschleißspuren und Schnittmarken auf den Ringen, die auf eine absichtliche Zerstörung deuten. Archäologen vermuten, dass diese Fragmente für rituelle oder zeremonielle Zwecke gezielt beschädigt wurden.
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