Cowgate, street in Edinburgh, Scotland, UK
Cowgate ist eine Straße im Zentrum der Altstadt von Edinburgh, die von der Holyrood Road unter der George IV Bridge hindurch bis zum Grassmarket verläuft. Sie liegt in einer natürlichen Senke, wodurch sie deutlich tiefer liegt als die umliegenden Straßen und ein besonderes Erscheinungsbild mit mehrheitlich alten Steingebäuden aus dem 16. und 18. Jahrhundert aufweist.
Cowgate entwickelte sich um 1330 als erste Erweiterung Edinburghs außerhalb der ursprünglichen Stadtmauern und diente als Weg für Viehherden zu Marktplätzen. Im 16. Jahrhundert wurde die Straße in die neuen Stadtmauern einbezogen und entwickelte sich zu einem wohlhabenden Wohnviertel, verlor aber diesen Status, als die New Town entstanden und viele irische Einwanderer ab dem 18. Jahrhundert herkamen.
Der Name Cowgate stammt aus der Zeit, als Rinder auf diesem Weg zum Markt getrieben wurden, wobei "Gate" im Schottischen "Weg" bedeutet. Heute zeichnet sich die Straße durch ihre Rolle als Zentrum der irischen Gemeinschaft aus, die seit dem 18. Jahrhundert hier lebt und arbeitet.
Die Straße ist leicht zugänglich und dient vielen Besuchern als natürlicher Durchgang zwischen der Holyrood Road und dem Grassmarket, mit zahlreichen Geschäften und Restaurants zum Verweilen. Während der Edinburgh Festival-Zeit wird die Straße besonders belebt mit Performances und Straßenkünstlern, aber sie behält auch außerhalb dieser Zeit ihren historischen Charme und ist voller Aktivitäten.
Die Straße beherbergt die Magdalen Chapel aus den 1500er Jahren mit den einzigen erhaltenen Buntglasfenstern aus der Zeit vor der Reformation in Schottland. Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist die St Cecilia's Hall von 1761, die für eine Musikgesellschaft gebaut wurde und noch heute ein kleines Musikinstrumentenmuseum und einen Konzertraum enthält.
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