Berkhamsted Castle, Normannische Motte-und-Bailey-Burgruine in Berkhamsted, England
Berkhamsted Castle ist eine normannische Motte-and-Bailey-Anlage mit einem hohen Erdwall, der von tiefen Gräben umgeben ist, sowie Steinmauern, die sich über mehrere Befestigungsabschnitte erstrecken. Die Überreste zeigen eine typische Anordnung mit Haupthügel und ausgedehnten Nebenbereichen.
Die Burg wurde nach der normannischen Eroberung als strategische Befestigung errichtet und spielte eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Region. Sie ergab sich 1216 nach einer zwanzigstündigen Belagerung durch Prinz Louis von Frankreich, was die Durchschlagskraft früher Belagerungsmaschinen demonstrierte.
Die Burg war unter der Herrschaft von Richard, Earl of Cornwall, ein wichtiges Verwaltungszentrum, das er im 13. Jahrhundert mit neuen Sälen und einer Kapelle ausbaute. Diese Baumaßnahmen zeigen, wie bedeutsam der Ort für die lokale Herrschaft war.
Die Burganlage ist täglich und kostenlos zugänglich und kann frei erkundet werden, mit Informationstafeln, die die verschiedenen Strukturbereiche erklären. Bequeme Wege führen über das Gelände, so dass man alle wesentlichen Teile des Platzes sehen kann.
Die Anlage wurde 1833 unter Parlamentsschutz gestellt, als der Eisenbahnbau die Ruinen bedrohte, was einen frühen Fall von Denkmalschutzgesetzgebung in England darstellte. Diese Entscheidung war bahnbrechend für die Idee, historische Stätten offiziell zu bewahren.
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