Court of Session, Oberster Zivilgerichtshof in Edinburgh, Schottland.
Das Gericht ist eine oberste Zivil-Gerichtsbarkeit, die sich in zwei Abteilungen teilt: das Inner House behandelt Berufungen, während das Outer House erstinstanzliche Fälle verhandelt. Beide Abteilungen sind im Parliament House untergebracht und befassen sich mit komplexen Fällen, die hohe Geldwerte betreffen.
König James V. gründete das Gericht 1532 und modellierten es nach dem Parlement von Paris mit Unterstützung des Papstes. Seine Struktur spiegelt also den kontinentalen Einfluss aus dieser Zeit wider.
Die Richter dieses Gerichts tragen den Titel Senatoren des College of Justice und bewahren damit schottische Rechtstraditionslinien, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. Diese Bezeichnung spiegelt die besondere Stellung des schottischen Rechtssystems wider und wird von Besuchern oft als eigenständige Institution wahrgenommen.
Der Besuch ist normalerweise möglich, wobei sich das Gericht in zentraler Lage im Parliament House befindet und zu Fuß leicht erreichbar ist. Wer sich mit einzelnen Fällen und ihrer Dokumentation befassen möchte, sollte vorher überprüfen, welche Verhandlungen anstehen.
Der Vertrag der Vereinigung zwischen England und Schottland enthält einen Artikel, der die Existenz und Unabhängigkeit dieses Gerichts auf Dauer garantiert. Diese einzigartige vertragliche Garantie ist international selten und unterstreicht die besondere Position des schottischen Rechtssystems.
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